Es ist jetzt schon wieder so lange her das wir den Blog gepflegt haben. Schande über unsere Häupter!
Im April haben wir Euch von der großen Neuigkeit berichtet, das wir Nachwuchs erwarten. Nähere Infos wurden versprochen, aber nicht gebracht. Nun ist der Knirps schon da und so manch einer hat wenig mitbekommen. Wie gesagt, Quentin Magnus is born. Wir hatten bereits eine echt tolle Zeit miteinander als er noch in meinem Bauch geschnorrt hat. Die Schwangerschaft war eigentlich sehr unspektakulär. Einerseits. Da es keine nennenswerten Probleme gab und es uns die ganze Zeit sehr gut ging. Abgesehen von einer bleiernden Müdigkeit während der ersten 3 Monate ( so als hätte ich 14 Tage durch gefeiert). Ich bin sogar morgens mal beim Müsli essen eingeschlafen. Und dann war da noch eine sehr emotionale kurze Phase die nicht so toll war. Die Hormone halt! Aber ansonsten alles supi. Ein Traum von einer Schwangerschaft. Mit einem Bauch der stumpf nach vorn gewachsen ist und einem ganz fidelem Kind das sich besonders wenn eine Blaskapelle vorüber zieht stark bemerkbar gemacht hat. War halt nicht so sein Ding. Kann man aber auch nach vollziehen. Den Papa darf ich an dieser Stelle nicht vergessen. Er war wunderbar und hat mir immer wieder gezeigt, das es die richtige Entscheidung war ihn zu heiraten und eine Familie zu gründen. Auch wenn letzteres einiges an Überredungskünsten und goldenen Zungen bedeutet hat. Aber letztendlich hat er doch freiwillig mitgemacht. Er hat sich während der letzten Monate sehr mit meiner Schwangerschaft beschäftigt und sich schlau gemacht. Beim Geburtsvorbereitungskurs war er nicht dabei. Wir haben aber einen Termin mit meiner Nachsorge-Hebamme gemacht, an dem er alles über die Geburt erfahren sollte, und welche rolle er dabei spielt. Wie er mir dabei helfen kann. Naja. Der errrechnete Geburtstermin war der 13.September. Ich habe allerdings schon früh gesagt, das ich glaube, das Quentin eher früher oder aber zum Termin kommt. Nicht später! Der Deal mit dem Kurzen war, nicht im August zu kommen, aber im September egal wann. Warum nicht schon August? Mein Arzt war noch im Urlaub. Und da er zufällig mit meiner Hebamme verheiratet ist, die eben auch! Außerdem mußte Thomas Ende August noch für ein paar Tage nach Slowenien. Und mit dem Taxi oder der S-Bahn wollte ich nicht ins Harlachinger Krankenhaus.
Was soll ich sagen? Unser Sohnemann war schon während der Schwangerschaft ein Mensch der sich an Termine hält. Er hat sich schon bei den Ultraschall-Untersuchungen immer von der Seite gezeigt, die gerade nötig war. Was macht er also? Nein er kommt nicht im August! Er läßt den Papa am 31. August aus Slowenien kommen, 4 Stunden schlafen, und sich dann ins Krankenhaus bringen um seinen Empfang vorzubereiten. Wie das genau war?
Ich bin in der Nacht gegen halb 4 Uhr mit Rückenschmerzen wach geworden und dachte ich hätte mich verlegen. Hin und her gewälzt, aber keine bessere Lage gefunden. Um 4 Uhr habe ich mir ein Bad eingelassen. Zur Entspannung und weil man sagt das Übungswehen dann vergehen. Verging aber gar nichts. Im Gegenteil. Alle 5 bis 10 Minuten. Thomas hat dann im Kreißsaal angerufen um zu fragen was wir machen sollen. Die Hebamme meinte nur, wenn die Wehen erst seit einer halben Stunde da sind, und es eh das erste Kind ist, sollten wir am Vormittag mal vorbei kommen und man schaut sich den Muttermund an. Von wegen. Thomas beharrte darauf trotzdem zu fahren. Nur zur Sicherheit. Kommen wir halt wieder zurück. Zwischen den Wehen war ich allerdings der Meinung mich doch wieder ins Bett legen zu können. Gut wenn man auch mal auf seinen Mann hört. Das werde ich mir merken.
Wir also Tasche geschnappt, ab ins Auto und bei grüner Welle um 5 Uhr im Krankenhaus angekommen. Laufen während einer Wehe war aber sehr unprickelnd! Die Hebamme aus dem Tiefschlaf geklingelt! Sie schien nicht sehr begeistert das wir doch gekommen sind. Mußte ihre Ansicht jedoch revidieren als sie feststellte, das der Muttermund schon 5-6 cm geöffnet war. (Hätten wir auf sie gehört, hätten wir auch das Vergnügen einer Hausgeburt haben können!) Thomas nach Unterhaching zurück da Foto in aller eile vergessen, Fruchtblase ist dann auch geplatzt, ab in den Kreißsaal, Thomas zum Glück wieder da, Schmerzmittel? Können wir versuchen, wirken aber wahrscheinlich nicht mehr, also schnell was homöopathisches in die Vene und ab gehts. Thomas wurde als Wasserpender und Reckstange gebraucht und hatte keine Minute für sich. Die Wehen kamen zu schnell. Ach ja, der Termin mit der Hebamme für Thomas`Geburtsvorbereitung? Wäre 6 Tage später gewesen. Genauso wie meine Akupunkturtermine für eine schnellere Geburt. Alles für die Katz! Um 8Uhr 11 war der Kurze da! Und in dem Moment, als er geboren wurde, haben Thomas und ich uns anschauen können. Das war mein persönliches Highlight! Ob die Geburt schlimm war? Nein! Sie war eigentlich toll. Nur diese elenden Rückenschmerzen! Ich dachte ich geh mit nem Bandscheibenvorfall aus der Klinik! Nicht mit einem Baby! Aber wir haben es geschafft. Und dem kleinen Mann geht es prächtig. Dem Großen gehts auch ganz gut. Etwas müde nach den ersten Tagen daheim und den berühmten 3-Monats-Koliken. Ebenso wie der Mama. Ich muß schon sagen, wir haben uns schon ganz gut aneinander gewöhnt und genießen die Zeit mit Quentin. Ein Prachtkerl. Aber das habt Ihr sicher schon im Fotoalbum gesehen.
Jetzt sind wir wahnsinnig gespannt auf seine Fortschritte, wie er langsam die Welt entdeckt. Momentan übt er fleißig seinen Kopf zu heben. Klappt auch schon ein paar Sekunden! Ansonsten besteht sein Tag aus schlafen, trinken, Sab-Tropfen gegen Blähungen lutschen und sich von Mama und Papa immer dann bespaßen lassen, wenn die beiden eigentlich schlafen wollen. Ach ja! Und natürlich in frische Windeln machen, oder besser noch genau wenn grad keine Windel in der Nähe ist. Und gut zielen bitte! Mama oder Papa sind ja in ereichbarer Nähe!
In diesem Sinne, ich muß jetzt mal jemandem ein kleines Nachtmahl bieten und dann unter größten Vorsichtsmaßnahmen frische Windeln an den Mann bringen.
Wünscht mir Glück!
Bis bald Eure Giselle